4. August 2018:
Piz Segnas GR, 20 Tote

Am Nachmittag des 4. August stürzte an der Westflanke des Piz Segnas in Graubünden eine Ju-52-Maschine der Ju-Air mit 20 Personen ab. Die sogenannte «Tante Ju» war an jenem Wochenende für eine Erlebnisreise im Tessin im Einsatz. Gegen 17 Uhr hätte das Flugzeug wieder in Dübendorf ZH landen sollen. Doch um 16.50 Uhr kam es zum tragischen Unglück. Das Flugzeug ist nahezu senkrecht mit hoher Geschwindigkeit auf den Boden aufgeprallt.

1. Juli 2002:
Überlingen (D), 71 Tote

Eine russische Tupolew-Passagiermaschine kollidierte in elf Kilometer Höhe über dem Bodensee mit einem DHL-Frachtflieger. Dadurch kam die Schweizer Flugüberwachung Skyguide unter Beschuss. Ein Familienangehöriger hat als Vergeltung einen Fluglotsen zwei Jahre später erstochen.

24. November 2001:
Bassersdorf ZH, 24 Tote

Der Crossair-Flug 3597 war ein planmässiger Passagierflug von Berlin-Tegel nach Zürich. Die Crossair-Maschine stürzte wegen Unterschreitung der Mindestflughöhe ab und riss 24 von 33 Insassen in den Tod. Ums Leben kamen auch die Sängerin Melanie Thornton und zwei der drei Sängerinnen der Popgruppe Passion Fruit.

10. Januar 2000:
Niederhasli ZH, 10 Tote

Der Crossair-Flug 498 sollte am 10. Januar 2000 von Zürich nach Dresden führen. Die Saab 340 stürzte jedoch nach zwei Minuten und 17 Sekunden bei Niederhasli ab, nachdem das Flugzeug unbemerkt in eine rechtsläufige Spirale gebracht worden war. Alle zehn Insassen, drei Besatzungsmitglieder und sieben Passagiere, wurden dabei getötet.

2. September 1998:
Halifax (Kanada), 229 Tote

Rund eine Stunde nach dem Start des Swissair-Flugs SR 111 von New York nach Genf kam es zu einem Kabelbrand in der Bordelektronik. Auf dem Weg zur Notlandung in Halifax, stürzte das Flugzeug vor der Küste Neuschottlands in den Atlantik. Alle 229 Menschen an Bord kamen ums Leben. Dieser Absturz war der schlimmste Flugzeug-Unfall der Schweizer Luftfahrt.

10. April 1973:
Hochwald SO, 108 Tote

Der schwerwiegendste Crash auf Schweizer Boden ereignete sich in Hochwald SO. Die Wetterlage war schlecht: Nebel und Schnee. Die Piloten verfehlten die Landebahn, womit ein Irrflug in der Region Basel begann und für 108 Menschen tödlich auf einem Berghang endete.

21. Februar 1970:
Würenlingen AG, 47 Tote

Bei einem Terroranschlag der Volksfront zur Befreiung Palästinas wurde eine Bombe an Bord der Swissair detoniert. Alle 47 Menschen an Bord starben. Der Anschlag war eigentlich gegen die israelische Fluggesellschaft El-Al gerichtet. Da der Flug von München nach Tel Aviv Verspätung hatte, wurde die für diesen El-Al-Flug bestimmte Postsendung auf die Swissair-Maschine umgeleitet.

4. September 1963:
Dürrenäsch, 80 Tote

Rund 35 Kilometer von Zürich entfernt stürzte der Swissair-Flug 306 in Dürrenäsch AG ab. Obwohl die Flugschreiber keine Hinweise auf die Unfallursache lieferten, berichteten Augenzeugen von einem Feuer an Bord. Alle 80 Insassen kamen beim Absturz ums Leben. 43 davon kamen aus dem kleinen Dorf Humlikon, welches dadurch auf einen Schlag ein Fünftel seiner Einwohner verlor.