Die Evolution der 20er-Note

  1. Zweite Banknotenserie 1911


    Diese zwischen 1911 und 1914 erstmals ausgegebenen Noten wurden in den Jahren 1956/57 ersetzt - eine ausserordentliche Lebensdauer für Banknoten. Die 5-Franken-Note war dafür bestimmt, die silberne 5-Franken-Münze zu ersetzen, die im Kriegsfall oder während einer schweren Krise gehortet und somit weitgehend dem Zahlungsverkehr entzogen wurde. Dieser Abschnitt war von allen Noten der SNB am längsten im Umlauf und wurde erst 1980 zurückgerufen.

    Porträt vorne„Vreneli“ im Medaillon links
    Motiv hintenOrnamente, Rosette und Wertziffer
    Hauptfarbehellblau und violett
    EntwurfBalzer (Mitarbeiter von Orell Füssli)
    Format (mm)95x163
    1. Ausgabe31.07.1914
    Rückruf auf31.12.1935
    Wertlos ab01.01.1956
    DruckOrell Füssli, Zürich

  2. Dritte Banknotenserie 1918


    Zwischen 1918 und 1930 wurden diese Scheine als sogenannte Kriegsnoten in einzelnen Etappen entworfen und ausgegeben bzw. als Reservenoten gedruckt.

    Porträt vorne„Pestalozzi“ im Medaillon rechts
    Motiv hintenSchweizer Kreuz in der Notenmitte
    Hauptfarbeblau
    EntwurfOrell Füssli
    Format (mm)86x143
    1. AusgabeReservenote
    Rückruf auf-
    Wertlos ab-
    DruckOrell Füssli, Zürich

  3. Vierte Banknotenserie 1938


    Während des Zweiten Weltkriegs haben die beiden Maler Victor Surbeck und Hans Erni von der SNB den Auftrag erhalten, neue Noten zu gestalten. Während die Werte 1000, 100 und 50 in Druck gegeben wurden, blieb es für die 500er Note beim Probeabzug. Keine der Noten wurde je in Umlauf gesetzt.

    Porträt vorne-
    Motiv hinten-
    Hauptfarbe-
    Entwurf-
    Format (mm)-
    1. Ausgabe-
    Druck-

  4. Fünfte Banknotenserie 1956


    Die vier höheren ab 1957 ausgegebenen Werte bilden erstmals in der Schweizer Banknotengeschichte eine thematische und formale Einheit, indem das Porträt der Vorderseite jeweils mit dem Sujet der Rückseite zusammenhängt. Erstmals wurde eine 10er Note nicht nur entworfen und gedruckt, sondern auch ausgegeben.

    Porträt vorneGeneral Dufour rechts
    Motiv hintenSilberdistel
    Hauptfarbehellblau
    EntwurfHermann Eidenbenz
    Format (mm)85x155
    1. Ausgabe29.03.1956
    Rückruf auf01.05.1980
    Wertlos ab01.05.2000
    DruckOrell Füssli, Zürich

  5. Sechste Banknotenserie 1976


    Ende der sechziger Jahre überdachte die SNB ihre Politik betreffend Gestaltung und Herstellung der Noten vollständig neu. Die Nationalbank übernahm zum ersten Mal die alleinige Federführung bezüglich Planung, Organisation und Realisation in Zusammenarbeit mit Grafikern, Druckern, Papierfabrikanten, Druckfarben- und Maschinenproduzenten. Geändert wurde auch das Konzept der Notenserie, das heisst die Wahl der Themen und die grafische Gestaltung. So entstanden sechs Noten, deren Vorderseite jeweils vom Porträt einer historischen Persönlichkeit dominiert wird und die entsprechende Rückseite immer einen thematisch engen Bezug zur dargestellten Persönlichkeit hat.

    Porträt vorneHorace-Bénédict de Saussure
    1740 – 1799
    Geologe
    Motiv hintenGebirgslandschaft, Bergsteigergruppe und Ammonshorn
    Hauptfarbehellblau
    EntwurfErnst und Ursula Hiestand
    Format (mm)70 x 148
    1. Ausgabe04.04.1979
    Rückruf auf01.05.2000
    Wertlos ab01.05.2020
    DruckOrell Füssli, Zürich

  6. Siebte Banknotenserie 1984


    Die Noten der siebten Serie wurden von Roger und Elisabeth Pfund entworfen, welche den Wettbewerb für die sechste Serie gewonnen hatten. Da sich die SNB schliesslich aber für die Noten von Ernst und Ursula Hiestand entschied, wurden Roger und Elisabeth Pfund für die Gestaltung der Reserveserie berücksichtigt. Die Noten wurden nie herausgegeben und im ordentlichen Prozess vernichtet. Die siebte Serie war zugleich die letzte Reserveserie. Anstelle einer Reserveserie wurde das Sicherheitssystem der Banknoten der achten Serie laufend weiter entwickelt.

    Porträt vorneHorace-Bénédict de Saussure
    Motiv vorneQuarzkristalle
    Hornblende-Bündel
    Motiv hintenHaarhygrometer
    Ansicht des Tals von Chamonix und des Montblanc
    Expedition auf den Taculgletscher
    Hauptfarbehellblau
    EntwurfRoger und Elisabeth Pfund
    Format (mm)70 x 148
    1. AusgabeReservenote
    DruckOrell Füssli, Zürich

  7. Achte Banknotenserie 1995


    Bei der Auswahl der Notenpersönlichkeiten und ihren Werken berücksichtigte die SNB multidisziplinäre Kunstrichtungen wie Architektur, Musik, darstellende Kunst sowie Literatur und trug der Sprach- und Kulturvielfalt der Schweiz Rechnung. Zum ersten Mal diente für die Notengestaltung die elektronische Bildbearbeitung. Das angewandte Sicherheitskonzept geht von den ehemals versteckten Sicherheitsmerkmalen hin zu den transparenten.

    Porträt vorneArthur Honegger
    1892 – 1955
    Komponist
    Motiv hintenDas Orchesterwerk
    Lokomotive „Pacific 231“
    Die Partitur
    Das Arbeitsinstrument
    Hauptfarberot
    EntwurfJörg Zintzmeyer
    Format (mm)74x137
    1. Ausgabe01.10.1996
    DruckOrell Füssli, Zürich

  8. Neunte Banknotenserie


    Bei der Gestaltung der neuen Banknotenserie geht die Schweizerische Nationalbank neue Wege – abgebildet werden keine Persönlichkeiten mehr. Jede Note stellt vielmehr eine für die Schweiz typische Seite vor, die gestalterisch jeweils durch ein Hauptelement repräsentiert wird. Jede Seite wird durch eine Handlung, einen Ort in der Schweiz und weitere grafische Elemente illustriert. Das Thema der neuen Banknotenserie lautet denn auch „Die vielseitige Schweiz“.

    NotenthemaKreativität
    HauptelementLicht
    Hauptfarberot
    EntwurfPfrunder Manuela, Zürich
    Format (mm)70 x 130
    1. Ausgabe17. Mai 2017
    DruckOrell Füssli, Zürich